Nachbars Garten
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Fragebogen für GärtnerInnen (1): Uschi Grieshaber

Uschi Grieshabers Garten war schon über 40 Jahre alt, als er 2007 ihr Garten wurde. Er umgibt das Haus an allen vier Seiten. Der Löwenanteil von ungefähr 400 m2 liegt im Südwesten hinter dem Haus. So um die 110 m2 groß ist der Vorgarten. Und rechts und links kommen noch mal schätzungsweise je 30 m2 Gartenfläche dazu. Geblieben von früher sind ca. 20 kleine bis mittelgroße Rhododendren, einige Eiben, zwei Haselnussbäume, eine verholzende Pfingstrose, ein Weißdorn, eine japanische Kirsche, zwei Hibisken, zwei Malvensträucher, eine Felsenbirne, eine Forsythie, etliche Kirschlorbeer und mehrere Hecken. Und: Es gab und gibt zu keinem der drei Nachbargärten einen Zaun.

Was ist Ihr Lieblingsplatz im Garten?
Ganz klar: die Terrasse, weil sie einen schönen Blick in unseren und die angrenzenden Gärten freigibt.

Von welchen Pflanzen können Sie nie genug bekommen?
Epimedium, Jungfer im Grünen, Lavendel, Skabiosen, Storchschnabel, Verbene, Vergissmeinnicht

Lavendelund Skabiosen

Lieblingsblüten: Lavendel und Skabiosen

Welche Blütenfarbe findet man am bei Ihnen am häufigsten?
Rot – in allen Abstufungen, je nach Jahreszeit dominiert aber auch blau, weiß, gelb …

Klatschmohn

Orangerot, knallrot, …

roter Kerzenknöterich

… dunkelrot – der filigrane Kerzenknöterich.

Was ist Ihr größtes Problempflänzchen?
Chinesischer Flieder: Vier Büsche, die sechs Jahre lang wunderbar blühten und von denen jetzt drei aus unerfindlichen Gründen mickern.

Was war/ist die größte Plage in Ihrem Garten?
Giersch!! In diesem Jahr ergänzt vom Buchsbaumzünsler.

Was ist Ihre liebste Beschäftigung im Garten?
schneiden – zurück-, in Form, gestaltend

 Was war Ihr größter Gartenfehler?
Die beide Haselnussbäume nicht entfernt zu haben. Schrecklich wuchernde Typen! Die Eichhörnchen, auf deren Weg sie stehen, denken allerdings anders darüber.

Worauf sind Sie richtig stolz?
Dass der Garten inzwischen in jeder Jahreszeit seine Highlights zeigen kann – und dass mein Mann ihn sehr schön findet.

Was ist für Sie das vollkommene Gartenglück?
Sommertage, an denen ich morgens in den Garten stiefeln und dann graben, schneiden, mähen, pflanzen, lichten, jäten, rechen und gießen kann, ohne auf die Zeit zu achten …

Was ist Ihr Lieblings-Gartenbuch?
Habe zwei Lieblinge: Gartengehölze (Kosmos Handbuch) – war besonders am Anfang unentbehrlich. Und Jakob Augstein: Die Tage des Gärtners: Vom Glück, im Freien zu sein. An ihm habe ich mich gerieben, gefreut, und an machen Stellen habe ich Tränen gelacht.

Welcher andere Garten hat Sie sehr beeindruckt?
Der Garten des Landschaftsgärtners Jörg Lonsdorf, den ich während der Offenen Gartenpforte vor ein paar Jahren entdeckt habe. In diesem Garten haben mich Kontrast und Zusammenspiel von grünen Blattstrukturen beeindruckt und sogenannte Präriepflanzen, also hohe, gräserartige Stauden wie die argentinische Verbene und der rote Kerzenknöterich. Sie wirken dicht und transparent zugleich und sind in unserem Garten zu echten Hinguckern geworden. Und: Die Knöterichstauden sind eine wirksame Gierschbremse. Lichtkonkurrenz heißt das Zauberwort!

Ihr Hauptcharakterzug als GärtnerIn?
Freude am Schaffen

Die grüne Fee erfüllt einen Wunsch für den Garten. Das wäre bei Ihnen …
… weiterhin verschont zu bleiben von Sturmschäden und gefräßigen Schädlingen.

Die letzte Frage …
… ist die Wunschfrage. Welche Antwort möchten Sie noch geben?
Unser schönstes Experiment, inspiriert durch einen Besuch im Arp Museum vor ein paar Jahren: Wir haben ein ca. 10 Meter langes Seil auf den Rasen geworfen und entlang der entstandenen Linie Krokusse gepflanzt. Einen nach dem anderen. Im März dann: eine betörende Krokussschlange, die sich bis Mai in einen grünen Drachen verwandelte. Erst dann macht der Rasermäher dem zarten Spuk ein Ende.

Blühende Krokusschlange

Die blühende Krokusschlange windet sich entlang der Linie eines Seils …

grüne Krokusschlange

… und wandelt sich später im Frühling zu einem grünen Drachenrücken.

Teil 2: Cornel Rüegg – Urban Gardening auf Brachland und dem Balkon

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