Im Beet
Ich freue mich über deine Kommentare, Hinweise und Erfahrungen!

Slackline im Garten? Bäume schützen!

Slackline

Die beiden Kiefern in unserem Garten haben auch ihr Gutes. Die eine steht nämlich im perfekten Abstand zum Kirschbaum, sodass sich dazwischen ganz hervorragend eine Slackline spannen lässt. Ich war von Anfang an fasziniert, als ich vor Jahren zum ersten Mal ein paar Jungs mit „dieser Leine da“ hantieren sah. Was ist das denn? Ich durfte mal rauf und habe ein Schlackern meines Oberschenkels erlebt, das war unglaublich. Wo ich doch davon überzeugt war, dass ich ein gutes Körpergefühl habe und bei den Balance-Übungen im Yoga immer sicher stehe. Also war das meine Herausforderung! Einige Wochen später hatte ich eine Slackline. Nachdem wir sie ein paar Mal im Park ausprobiert haben, wollte ich immer mal schnell raufspringen können, ohne großen Montageaufwand vorher. Seitdem spannt sich die Slackline den Sommer über im Garten, wie bereits erwähnt zwischen der Kiefer und dem Kirschbaum.

Jetzt ist ja viel darüber zu lesen, dass die Slackline die Bäume schädigt – was ich der Kiefer nicht wünsche (ja, so bin ich!), aber vor allem nicht unserem geliebten Kirschbaum. Eine alte, helle Süßkirsche mit leckeren Früchten, die im Sommer auch noch wunderbar die Terrasse beschattet. Also muss ein guter Schutz her.

Den Druck der Slackline verteilen

Prinzipiell kann eine Slackline zwei Arten von Schäden verursachen. Wenn sie über den Stamm scheuert, kann sie die Rinde verletzen. Das lässt sich mit einer Baumschutzmatte oder einem Stück Teppichboden verhindern. Wenn die Slackline jedoch wie bei uns über einen längeren Zeitraum gespannt bleibt, gilt es vor allem, den Druck zu verteilen, den sie auf den Stamm ausübt. Gerade die äußeren Schichten direkt unter der Rinde sind für das Wachstum des Baumes zuständig. Hier werden Nährstoffe und Wasser transportiert. Wie viel Druck so ein Kirschbaum aushalten kann, ohne dass er Schaden nimmt, weiß ich nicht. Unser Gärtner empfahl uns aber, den Baum mit einer Holzmanschette zu schützen, wie es beispielsweise auch die Stadt Freiburg in öffentlichen Grünanlagen macht.

Also eine teure Maßanfertigung vom Schreiner? Das schien mir dann doch zu viel des Guten. Stattdessen haben wir eine Beetumrandung gekauft. Sie besteht aus halben Rundhölzern, die mit einem Draht aneinandergeheftet sind.

Slackline-Baumschutz

Wir haben die Beeteinfassung (ca. 20 cm hoch und 1 Meter lang) mit den gerundeten Seiten der Hölzer an den Stamm angelegt, damit der Draht nach außen zeigt und sich nicht in den Stamm drücken kann. Ich hoffe, dass wir unseren Kirschbaum damit optimal schützen. Die Kirschernte war dieses Jahr jedenfalls wieder sehr üppig.

So, und jetzt steige ich noch mal auf die Slackline, bevor sie sich für dieses Jahr in den Winterschlaf verabschiedet – und die Bäume von ihrer Holzmanschette befreit werden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.