Nachbars Garten
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Fragebogen für GärtnerInnen (2): Cornel Rüegg

Portrait Cornel Rüegg

Cornel Rüegg hat im April 2015 ein gärtnerisches Gemeinschaftsprojekt ins Leben gerufen. Auf Brachland der schweizerischen Gemeinde Horgen nahe bei Zürich gärtnern 20 Parteien: Paare, Singles und Familien. Alle bewirtschaften Hochbeete (wegen des schlechten Bodens), aber auch einzelne Flächen direkt auf der Erde. Außerdem hat Cornel Rüegg eine Wohnung mit Veranda, auf der er einige Gemüse zieht, wie Salate, Kräuter, Tomaten, Krautstiel und Gurken. Aus seiner Leidenschaft für das Gärtnern auf dem städtischen Balkon ist auch das wunderbare Buch „Veranda Junkies“ entstanden.

Was ist Ihr Lieblingsplatz im Garten?
Kein wirklicher Lieblingsplatz. Wenn doch, dann der Hopfenspalier, ergänzt mit Stangenbohnen. Was mir am urbanen Garten gefällt ist, dass es ein grosses Gelände ist und es nicht viele Regeln gibt. Man kann viel experimentieren. So habe ich auch einen Steingarten für die Echsen angelegt. An einem anderen Ort auf einem Strohballen Pilze gezüchtet (Experiment ist allerdings nicht gelungen …). Dieses Jahr werden wir ein paar Hühner ansiedeln. Dies alles vor den Toren Zürichs.

Urban Gardening/Gartengemeinschaftsprojekt, Horgen, Schweiz

Ein Gartenexperiment auf Brachland mit einer großen Gemeinschaft.

Echse in Kinderhand/ gärtnerisches Gemeinschaftsprojekts von Cornel Rüegg, Horgen, Schweiz

Ein Steingarten für Echsen gehört auch dazu.

Von welchen Pflanzen können Sie nie genug bekommen?
Auberginen, Erdbeeren, Tomaten, Gurken, Salaten, Lauch
Mich begeistern jene Pflanzen, die zyklisch Ernte abwerfen, resp. wenn laufend Neues nachwächst.

Welche Blütenfarbe findet man am bei Ihnen am häufigsten?
Da habe ich keine Präferenzen.

Was ist Ihr größtes Problempflänzchen?
Letztes Jahr waren es die Tomaten. Alle sind abgestorben durch einen Blattfäule-Befall.

Was war/ist die größte Plage in Ihrem Garten?
Dito.

Was ist Ihre liebste Beschäftigung im Garten?
Das Neu-Anlegen eines Gärtchens.
Das Experimentieren mit einer neuen Pflanze.
Auch der soziale Aspekt: das Austauschen und Fachsimpeln mit andern.
Das Entdecken.
In Touch mit der Natur

Urban Gardening/Gartengemeinschaftsprojekt, Horgen, Schweiz

Wegen des schlechten Bodens wächst vieles in Hochbeeten.

Was war Ihr größter Gartenfehler?
Ich mache eigentlich ständig Fehler. Das stört mich aber nicht. Der grösste Gartenfehler ist, nicht zu gärtnern.

Worauf sind Sie richtig stolz?
Dass ich in kurzer Zeit den urbanen Garten ins Leben gerufen habe und 20 Parteien aus der Nachbarschaft begeistern konnte.

Was ist für Sie das vollkommene Gartenglück?
Wenn ich verschiedenste Erträge einsammeln kann und den Eindruck habe, dass ich eigentlich fast nichts dafür tun musste (was natürlich nicht stimmt …). Und dann gleich ein leckeres Essen damit zubereiten kann. Oder die Ernte verschenke.

Was ist Ihr Lieblings-Gartenbuch?
Veranda Junkies 😉
Nein, ich habe eigentlich keine Präferenzen.

Welcher andere Garten hat Sie sehr beeindruckt?
Keine speziellen. Aber häufig nehme ich mir ein Beispiel in Gärten anderer. Nehme eine Inspiration mit in meinen Garten. Oft denke ich mir: gute Idee, das kann ich auch!

Ihr Hauptcharakterzug als GärtnerIn?
Umtriebig, Naturliebhaber, Nachhaltig, auch politisch grün-sozial.
Ich bin nicht der superexakte und musterschülermässige Gärtner, ich lasse allem viel Spielraum.

Cornel Rüegg gärtnert auf der Veranda

Cornel Rüegg zieht auch auf seiner Veranda Gemüse.

Die grüne Fee erfüllt einen Wunsch für den Garten. Das wäre bei Ihnen …
… im nächsten Haus, wo ich wohne, eine 100m2 Dachterrasse mit Wasseranschluss.

Teil 1: Uschi Grieshaber – hält eine Krokusschlange im Garten

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