Deko
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Goldrute – das gelbe Leuchten

Blumenstrauß mit Goldruten und Rosen

Manchmal fügen sich Dinge wunderbar leicht – und das ganz unerwartet. Ich frage meine Familie, ob wir einen Abendspaziergang machen. Ich habe nämlich am Tag vorher an einem Waldweg ein Feld von Goldruten entdeckt und möchte mir zum Ende des Sommers noch mal das strahlende Gelb ins Haus holen. Erstaunlicherweise sind Mann und Sohn begeistert. Kein „Ach-nö-zu-müde“ oder „Nee-morgen-vielleicht“. Im Gegenteil, beide haben anscheinend nur auf die Idee gewartet. Vielleicht liegt es am warmen, friedlichen Sommerabend, auf jeden Fall sind wir zehn Minuten später schon unterwegs und tauchen in den Wald ein.

Eigentlich bin ich kein ausgesprochener Fan der Farbe gelb. In meinem Garten blüht es blau, lila, rosa, lachsfarben. Das ist weniger ein Konzept, sondern hat sich mit der Zeit einfach ergeben. Farben aus diesem Spektrum ziehen mich immer wieder an. Doch bei der Goldrute fasziniert mich das knallige Gelb, das in so üppigen Feldern auftritt. Als würden die einzelnen winzigen Sternchen gern ihresgleichen um sich scharen, erst auf jeder einzelnen Rispe und dann millionenfach in einer großen Solidago-Gemeinschaft.

Von Weitem sehe ich bereits das gelbe Leuchten. Schnell ist die Gartenschere ausgepackt und die Stängel mit den schönsten Rispen kommen mit. Anschließend setzen wir unsere Runde fort, die Sonne geht unter und alles fühlt sich richtig und friedlich an. Eine Glücksstunde.

Goldrutenblüten und Rosenknospe

Am nächsten Tag bekommen die Goldruten noch Gesellschaft von hellrot-pinken Rosen und fertig ist ein Spätsommerstrauß, der die schöne Erinnerung in sich trägt und mich zum Lächeln bringt.

Goldruten im Garten

Meine Begeisterung für die Goldrute teilen nicht alle Gärtner. Denn die Goldrute ist eine Pionierin. Sie wuchert und erobert schnell Brach- und Schotterflächen – aber eben auch den Garten. So kommt es, dass bei einer Google-Suche nach den Stichworten „Goldrute“ und „Garten“ die Suchmaschine gleich die Ergänzung „entfernen“ vorschlägt. Viele Arten der winterharten Staude verbreiten sich über Rhizome und samen sich zusätzlich aus. Recht anspruchslos was Wasser und Boden betrifft, haben sie so eine bemerkenswerte Wuchskraft. Dieses Wuchern von kanadischer oder echter (gewöhnlicher) Goldrute wird manchem Gärtner schon mal lästig – obwohl er damit eine geschätzte Heilpflanze im Garten hat. Mit einer Wurzelsperre kann man wie beim Bambus das allzu dominante Ausbreiten verhindern. Wem in erster Linie an den gelben Blüten gelegen ist, der kann auf die gezüchteten zahmeren Arten setzen, die besser in Zaum zu halten sind. Dazu gehören beispielsweise „Golden Shower“ oder „Fireworks“.

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