Im Beet
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Was kann eine Gartenplanung?

Skizze für neue Gartengestaltung

Ich kann die Bepflanzung neu planen. Yippieh! Darauf habe ich schon lange gewartet. Nachdem wir die Gartenmauer mit Holz verkleidet haben, müssen dort keine hohen Büsche mehr wachsen, um die ehemals hässlichen Betonsteine zu verdecken.

Klar ist, dass die Weigelie, die Forsythie und die Hasel weichen sollen. Aber wie genau soll es werden? Um ein Bild zu bekommen, habe ich mir Hilfe geholt und zwar in Gestalt der Garten-Archtektin Erika Biersbach-Panthen. Sie ist für eine zweistündige Beratung zu mir gekommen. Ziel des Termins war es, Ideen zu sammeln und eine Vorstellung zu entwickeln, wie die Gartengestaltung entlang der Mauer in Zukunft aussehen könnte. Und um es gleich einmal vorweg zu nehmen: Das Ergebnis bezieht sich auf den gesamten Garten und ich bin begeistert. Ich wollte ganz bewusst nur eine Beratung, die nicht das Zeichnen von aufwändigen Plänen und die komplette Umsetzung beinhaltet. Es sollten einige Ideen sein, die sich in Ruhe weiterentwickeln können. Anschließend will ich mich ganz unabhängig entscheiden, welche Arbeiten wir selber übernehmen und wofür ich gegebenenfalls einen Fachmann beauftrage.

Erika Biersbach-Panthen ist mit mir durch den Garten geschlendert und ihr kritischer Blick fiel zuerst auf den Kompost im kleinen, westlich vom Haus gelegenen Gärtchen. „Der muss da weg.“

Ja, weiß ich eigentlich. Aber: „Es gibt einfach keinen Platz dafür!“ Deshalb blicke ich seit dem Einzug vom Balkon auf den Schnellkomposter. Und ich bräuchte dringend noch einen zweiten.

„Es gibt einen anderen Platz“, lautete ihr Kommentar  – und sie hat einen gefunden!

Den Wuchs meiner so wenig geliebten Kiefer fand sie schön und hat mich motiviert, das Totholz rausschneiden zu lassen und über Kunstobjekte nachzudenken, die sich in diesen Baum bald bestimmt hervorragend machen. Das könnte mich vielleicht auch mit den Kiefernnadeln versöhnen.

Des Weiteren ist mir klar geworden, was die Dinge, die ich theoretisch weiß, ganz praktisch für unseren Garten bedeuten:

Nur Pflanzen, die zu den Gegebenheiten passen.

Weiß ich schon lange. Aber es ist so schwer zu beherzigen, weil es immer auch bedeutet, sich von Pflanzen zu verabschieden, die ich gerne mag. Aber, und das ist mir noch mal ganz klar geworden: Die Pflanzen-Vielfalt ist so groß, dass sich immer etwas Passendes finden lässt. Danach muss man oft nur länger suchen und manchmal der Liebe auf den zweiten Blick eine Chance geben.

Eine Blickachse ist wichtig.

Eine Blickachse im Sinne von: Was sehe ich, wenn ich aus dem Fenster schaue? Eröffnet sich dann ein Bild, das ich besonders genieße? Diesem Gedanken folgend, wird sich in dem Raum vor der Gartenmauer auch noch einiges tun. Auf jeden Fall ein neues Beet und die Pflanzung eines kleinen Bäumchens, das gleichzeitig den Raum besser strukturiert. Und das ist dann auch der letzte Punkt:

Den Garten strukturieren.

So ergeben sich einfach viele schöne Plätze bzw. Räume im Garten.

Die zwei Stunden waren für mich sehr hilfreich und ich kann nur empfehlen, sich beim Thema Planung gute Unterstützung zu holen. Das muss nicht unbedingt teuer sein, wenn man es auf eine Beratung runterbricht, wie ich es getan habe. Im kommenden Frühjahr geht es dann mit der Umsetzung weiter – natürlich auch hier im Blog.

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