Im Beet, Titel
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Prickelfaktor Parakresse

Parakresse (spilanthes oleracea Pee-A-Boo)

Was kommt neu in euer Kräuterbeet in diesem Jahr? Meine Empfehlung: Parakresse. Ich habe die Parakresse beim Gartenblogger-Treffen von Volmary im vergangenen August kennengelernt. Arne, vom plant-happy-Blog  stellte die Parakresse mit folgenden Worten vor: „Wisst ihr noch, wie sich das anfühlt, wenn man als Kind an den beiden Polen von Batterien geleckt hat?“ Wie? An Batterien lecken?

Ich betrachtete den kompakten kugeligen Parakresse-Kopf. Er ist gelb mit einem dunkelrot-bräunlichen Zentrum. Auf jeden Fall hübsch anzusehen. Inzwischen gab es neben mir schon „Oh’s“ und „Ah’s“ von den Bloggerkolleg(inn)en, die die Blüte bereits im Mund hatten. Okay. Ich auch. Und bei mir heißt die Erinnerung nicht „Batterien“, sondern „Brause“, allerdings ohne die Süße. Die Parakresse prickelt heftig und lässt den Speichel in den Mund schießen. Es breitete sich ein merkwürdiges Gefühl aus, wie eine leichte Betäubung, die nach kurzer Zeit wieder verschwand. Wow. Der Effekt auf der Zunge übertrifft die Optik.

Später lese ich nach, dass der Wirkstoff Spilanthol die Muskelspannung leicht herabsetzt und die Hautoberfläche entspannt. Deshalb sind die Prickelknöpfe auch schon für die Kosmetik entdeckt. Mit gefallen sie wegen ihres enormen Effekts im Mund – als Zugabe zum Sommersalat oder einfach so als kleiner Gag für Gäste. Die Blätter sollen einen ähnlichen Effekt haben. Ob die Parakresse in der Küche mehr kann als den Prickel-Effekt zu produzieren, muss ich noch entdecken.

Die Pflanze kommt übrigens aus Südamerika, braucht volle Sonne, muss gut feucht gehalten werden und verträgt keinen Frost.

vogel1

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